Sep 25, 2017

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Die Wiesn 2017: Unser Halbzeitbericht

Die Wiesn 2017: Unser Halbzeitbericht

Unglaublich, aber wahr: Es sind schon neun Tage der Wiesn 2017 vergangen. Es ist wieder Halbzeit auf der Theresienwiese in diesem Jahr der Superlative. Die längste Wiesn ist zwar ganze 18 Tage lang, aber unweigerlich geht sie vorbei. Gestern in der Halbzeitbilanzkonferenz gab es dazu erste Statistiken. Und zwar haben sich die Besucherzahlen nach dem Einbruch letztes Jahr heuer wieder stabilisiert: Bislang zählte man auf der Wiesn 2017 knappe 3 Millionen Besucher, was dafür spricht, dass die Magische Sechs wieder zu erreichen ist.

Dennoch war bislang vergleichsweise wenig von Überfüllung die Rede. Viele Zelte hatten unter der Woche auch abends durchgehend geöffnet und selbst über das vergangene „Italiener-Wochenende“ war vergleichsweise gutes Durchkommen auf der Wiesn möglich – erst recht, nachdem am Sonntag ein heftiges Unwetter mit anhaltendem Platzregen kurzzeitig die Straße 3 und 4 überflutete und die Leute in Scharen zum Unterstellen aus den Biergärten fegte. Die je nach Ansicht gespenstische/angenehme Leere von 2016 hat sich dabei nicht wiederholt. Wer freitags oder samstags in eins der größeren Bierzelte reinwollte, der musste sich schon wie in Vorjahren gut organisieren und früh hinfahren, wenn er keine Reservierung hatte.

Oktoberfest 2017

Und genau das haben wir getan! Was wir nicht alles für euch tun, liebe Leser! Damit ihr daran teilnehmen könnt, folgt hier eine Bilderreihe aus der ersten Woche der Wiesn 2017, in der wir die heurigen Neuigkeiten sowie unsere ganz eigene Entdeckungen präsentieren. Viel Spaß wünschen wir dabei. Und falls ihr erst in der zweiten Woche der Wiesn 2017 auf der Theresienwiese seid, viel Vergnügen auf dem Oktoberfest!

Die neue Ochsenbraterei

Heuer in neuem Glanz die neue alte Ochsenbraterei. Äußerlich ist das neugemachte Zelt kaum von dem alten zu unterscheiden: Die Gestaltungselemente sind weitestgehend gleich geblieben – vor allem der sich drehende Ochse ist nach wie vor da –, nur wirkt alles etwas aufgeräumter. Aber ein wirklich großer Wurf, wie vor zwei Jahren beim Schützenfestzelt ist das alles nicht. Auch nicht drinnen, wo die bekannte „bayerische Raumschiffoptik“ erhalten bleibt und es lediglich ein bisschen luftiger und lichter wirkt.

Wiesn 2017

Wiesn 2017

Wiesn 2017

Armbrustschützenzelt

Hier hat sich nichts geändert: Wir hatten ja einfach Lust auf was Klassisches. Was wir am Armbrustschützen immer schätzen, ist das Gemäßigte. Hier ist immer was los, vor allem um den Platzl herum, aber das Überdrehte eines Schottenhamels gibt es nicht. Weder findet man hier das Verschlafene von Zelten wie Winzerer Fähndl oder Bräurosl. Es ist einfach genau richtig. Am Nachmittag unter der Woche kann man hier um 16 Uhr noch die letzten Plätze ergattern, was essen und einer beherzten Goaßlschnalzen-Einheit beiwohnen, um dann im späteren Verlauf des Abends auf die Bänke zu steigen. Was will man mehr?

Naja, eine Sache wollen wir auf jeden Fall weniger: Das Deppen-Apostroph auf den Gutscheinen muss weg!

Oktoberfest 2017

„Wies’n“ mit Deppen-Apostroph! Das geht gaaar nicht! Zumal erst kürzlich kein Geringerer als Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer diese sprachliche Geschmacklosigkeit geißelte!

Im Schichtl

Wir sind bekennende Schichtl-Fans, und das seit Jahren. Die herrlichen Sprüche vom Volksfest-Animateur und Zeltbetreiber Manfred Schauer sind jedes Jahr die gleichen – und jedes Jahr die besten! „Ob Mensch oder Praiß…“ „Willkommen auf der Intersucht 2017!“ „So schaut Gammelfleisch aus, wenn’s noch lebt“ – ein beliebter Seitenhieb in Richtung des Henkers Rigo, der ja seit über 30 Jahren in alter Zirkusmanier mehrmals täglich die gruselige „Enthauptung eines lebenden Menschen“ routiniert und dennoch irgednwie schaurig durchführt.

Dieses bewusst Klischeehafte muss für uns sein: Schließlich war das Oktoberfest einst mit solchen Schaubuden übersät und es geht um die Bewahrung der Tradition. Da helfen wir gern mit, zumal sich das angeschlossene kleine Bier-Zelt auch recht gemütlich ausnimmt. Und jetzt im zweiten Jahr gibt es gleich um die Ecke einen schönen Biergarten, den Familien-Platzl, falls nach der Kabarett-Vorstellung das Zelt doch zu voll sein sollte.

 

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